SVV und anderes
Die dunkeln Seiten im Leben eines Menschen sollten auch Beachtung finden!

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   socke1985



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sie stand unter der dusche
versuchte die wut abzuwaschen
das seifenwasser brannte in ihren wunden
tränen rannen ihr gesicht hinunter
sie war einsam
sie stand unter der dusche
hatte das leben noch einen sinn?
ständig musste sie sich verstecken
konnte nicht sie selbst sein
sie war alleine
sie stand unter der dusche





sie wollte schreien
doch sie hatte keine stimme

sie wollte schneiden
doch sie hatte keine kraft

sie wollte weinen
doch sie hatte keine tränen

sie wollte leben
doch sie hatte keinen mut

sie wollte sterben
doch sie war schon tot






ich hatte angst
aber ich setzte die klinge an

ich hatte angst
als das blut floss

ich hatte angst
aber es war erleichternd

ich hatte angst
doch das war ein gutes gefühl






der schmerz saß tief
aber er ließ mich meinen körper wieder spüren

das blut rann über arme und kleider
aber es interessierte mich nicht

die blicke waren abstoßend
aber ich ignorierte sie

die menschen wichen mir aus
aber das war mir nur recht

der himmel begann zu weinen
aber das tat ich auch

mir war das alles egal
denn das würden meine letzten tage sein






die welt war dunkel
die welt war kalt
die welt war voller schmerz
die welt war rot von blut
die welt war beängstigend
die welt war grausam
die welt war lieblos
das war meine welt doch nun ist alles vorbei






kleine rote tropfen
langsam bildeten sie ein rinnsal
ein kleiner bach entstand
vermischt mit glänzenden tränen
der reißende fluss spülte alle gefühle davon
riss sie mit sich und hinterließ einen leblosen körper






schmerz
warum bist du da

schmerz
warum lässt du mich schneiden

schmerz
warum bist du da

schmerz
warum lässt du mich trauern

schmerz
warum bist du da

schmerz
warum lässt du mich nicht in ruhe

schmerz
warum bist du da

schmerz
lass mich sterben








er kam in mein zimmer
nachts

er fasst mich an
nachts

er flüsterte mir dinge ins ohr
nachts

er zog mich aus
nachts

er stöhnte
nachts

er schlug mich
nachts

er ließ mich alleine weinen
nachts

tagsüber ließ er sich nichts anmerken









der tod

schwarz gekleidet
stand er vor ihr

schwarz gekleidet
nahm er ihre hand

schwarz gekleidet
ließ er sie die schmerzen vergessen

schwarz gekleidet
entführte er sie aus dem Leben

schwarz gekleidet war er ihr Held





gefühle
waren sie noch da?

gefühle
konnte ich sie spüren?

gefühle
machten sie mich glücklich?

gefühle
nur wenn ich mich schnitt






manchmal wünschte ich mir ich wäre ein ganz normaler mensch
ohne schneide
ohne schmerzen
manchmal wünschte ich mir ich wäre wie die anderen
müsste meine narben nicht verstecken
nicht die körperlichen
nicht die seelischen
manchmal wünschte ich mir ich könnte der welt entfliehen
dorthin wo man mich nicht anschaute
dorthin wo alle waren wie ich
manchmal wünschte ich mir ich wäre tot







können engel wirklich fliegen?
kann ich mit gott sprechen?
komme ich in den himmel wenn ich tot bin?
auf all diese fragen gibt es noch keine antworten
aber eins weis ich
ich möchte schnell dorthin







ein kleiner tropfen
noch kein schmerz
zwei kleine tropfen
noch kein vergessen
drei kleine tropfen
noch keine wut
erst millionen kleiner tropfen bringen das gefühl in meinen körper zurück






narben an armen und beinen
kann man sehen
narben auf der seele
sind unsichtbar
aber der schnitt ist tiefer als auf der haut






die klinge war geklaut
die schmerzen gehörten ihr
die freude war vorgetäuscht
die trauer war echt
das leben war fern
der tod war nah
zu nah







Jeden Tag das gleiche Spiel!
Ich liebe es!
Ich spiele es nach meinen ganz eigenen Regeln.
Ich kann bestimmen.
Ich kann Einfluss nehmen.
Ich beherrsche dieses Spiel perfekt.
Und es ist ganz leicht.
Man brauch nur ein Messer.
Mehr nicht.
Mit dem Messer spielt man dann einfach ein
bisschen auf der Haut herum.
Bis die Haut zu weinen beginnt.
Das ist das Ziel des Spieles!
Dicke rote Tränen soll die Haut weinen!

Das Spiel ist eine Erlösung.
Das Spiel ist eine Befreiung.
Das Spiel ist meins und
niemand kann es mir nehmen!






Immer wieder der gleiche Mist!
Essen - kotzen - essen - kotzen!

Immer wieder dieser Zwang!
Den Körper entleeren!
Es darf nichts zurückbleiben!
Hass!
Hass auf den Körper!
Alle sagen:
Ach wie schön schlank du doch bist!

Nein, ich bin fett!
Ich bin so fett, eigentlich müsste ich doch schon platzen!
Ich will, dass es aufhört!
Die Sticheleien, die Blicke!
Ich will sein wie alle anderen!
Ich will sie sein!

Ich hasse ihn!
Ich hasse meinen Körper!
Ich will ihn zerstören!
Innerlich und äußerlich!
Ich hasse ihn!
Es ist zum kotzen!



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